Smoothies, Porridges und Protein-Shakes in Gläsern, die du in drei Minuten fertig hast, klingen nach einem bequemen Traum.
Purora aus dem österreichischen Raab verspricht genau das: mixfertige Bio-Mahlzeiten ohne Zusatzstoffe, raffinierten Zucker oder Kunstsüße, basierend auf einem Mix aus Ernährungswissenschaft, Sportwissenschaft und Traditioneller Chinesischer Medizin. Ob das im Alltag wirklich funktioniert und für wen sich der Kauf lohnt, zeigt dieser Überblick.
Hinter der Marke steckt Heinz Pöttinger (38), aufgewachsen auf einem Biobauernhof in Oberösterreich. Er hat Purora 2017 gemeinsam mit seiner Partnerin Beatrice und der ganzen Familie gegründet. Das Ziel war von Anfang an klar: gesunde, biologische Ernährung alltagstauglich machen, ohne dass man jeden Morgen eine halbe Stunde in der Küche steht.
Die Produkte heißen intern Genussgläser: fertig portionierte Pulvermischungen in Glastiegel, die 12 Monate ungekühlt haltbar sind. Du gibst Wasser, Milch oder einen Pflanzendrink dazu, mixt kurz durch und fertig. Alle Zutaten sind bio-zertifiziert und werden in Raab (Oberösterreich) von Hand abgefüllt. Keine Konservierungsstoffe, keine Aromen aus dem Labor.
Die Produktlinie im Überblick
Smoothie Plus ist der bekannteste Teil des Sortiments. Sorten wie Mango-Kokos-Ginseng oder Erdbeere-Acerola-Hericium klingen exotisch und schmecken es laut Kundenstimmen auch. Preislich liegt ein Glas je nach Sorte ab 6,49 Euro.
Die Porridge Plus Varianten (z. B. Schoko-Cashew-Maca oder Erdbeere-Kokos) starten ab 4,99 Euro pro Glas und sind besonders für das Frühstück gedacht. Wer nachmittags oder nach dem Sport etwas Sättigendes braucht, greift eher zu den Protein Shakes Plus (ab 5,99 Euro), von denen einige Whey enthalten, also nicht für alle Veganer geeignet sind.
Wer direkt tiefer einsteigen will, kann zu den Kuren greifen: Die Abnehm Kur läuft über mehrere Tage bei rund 800 bis 1.000 Kalorien täglich und kostet ohne Mixer ab 149,99 Euro, mit dem hauseigenen ThermoTwist-Mixer 299,99 Euro. Ähnlich aufgebaut ist die Bauchwohl Kur für Verdauung und Darmgesundheit.
Ein wichtiger Teil des Purora-Konzepts ist der ThermoTwist-Mixer, der vier Temperaturstufen bietet: kalt, warm auf exakt 42 °C (für lebendige Enzyme), heiß auf 52 °C und eine cremige Einstellung. Purora argumentiert, dass durch die niedrige Wärme und das Aufbrechen der Zellwände Vitamine und Enzyme besser vom Körper aufgenommen werden.
Das klingt plausibel, hat aber eine Einschränkung: unabhängige Studien speziell zu Purora gibt es nicht. Die Rohkost-Temperaturen unter 42 °C sind in ernährungswissenschaftlichen Kreisen bekannt und durchaus diskutiert, aber nicht für alle Nährstoffe vorteilhaft. Manche werden erst durch Wärme bioverfügbar. Wer also auf den Mixer verzichtet und stattdessen seinen vorhandenen Standmixer nutzt, verliert wahrscheinlich keinen dramatischen Anteil der Nährstoffe.
Braucht man den Mixer also unbedingt? Nein. Er macht das Erlebnis komfortabler und das Ergebnis cremiger, ist aber kein Muss für eine gesunde Mahlzeit.
Purora bei Die Höhle der Löwen
Wer Purora noch nicht kannte, stieß im März 2026 womöglich durch die Staffel 19 von Die Höhle der Löwen auf die Marke. Heinz Pöttinger pitchte am 16. März 2026 auf VOX gemeinsam mit seiner Familie das Konzept. Ralf Dümmel absolvierte sogar einen Live-Praxistest mit dem Mixer. Ob ein Investment zustande kam, wurde vor Ausstrahlung noch nicht kommuniziert.
Für Purora selbst ist der Auftritt ein erheblicher Aufmerksamkeitsschub. Wer danach die Website besucht oder nach Kundenmeinungen sucht, findet ein Unternehmen, das seit 2017 auf dem Markt ist und bereits eine solide Basis an Stammkunden aufgebaut hat.
Was Kunden sagen: das Bild ist positiv, aber nicht makellos
Auf Plattformen wie Shopvote und Reviews.io überwiegen positive Rückmeldungen. Wer Purora eine Zeit lang in seinen Alltag integriert, schreibt häufig von mehr Energie am Vormittag, weniger Heißhunger und einem praktischen Morgenritual ohne großen Aufwand. Besonders das Frühstück ist ein Bereich, wo viele sich die Schnelligkeit wünschen.
In Foren wie Elternplattformen oder Beauty-Communities wird das Produkt öfter als sinnvolle Ergänzung beschrieben, aber selten als täglicher Dauereinsatz. Viele wechseln ab, nutzen Purora an hektischen Tagen und kochen an ruhigeren Tagen selbst.
Was kaum auftaucht: massive Beschwerden über Qualität oder Service. Die Rücksendeabwicklung ist EU-standard, das 14-tägige Widerrufsrecht gilt für trockene, versiegelte Gläser problemlos. Wer unzufrieden ist, scheint das eher ruhig zu regeln.
Purora vs. selber machen: die ehrliche Rechnung
Das lässt sich kurz zusammenfassen. Bio-Hafer, Superfood-Pulver und tiefgekühlte Früchte aus dem Biomarkt kosten pro Portion rund 1 bis 3 Euro, wenn man selbst einkauft und mixt. Purora liegt bei 3 bis 6 Euro pro Portion.
Der Mehrwert liegt also nicht im Preis, sondern in der Convenience: fertige Portionierung, erprobte Rezepte, kein Abwiegen, kein Einkaufszettel. Wer das nicht braucht, weil er ohnehin gern kocht und Zeit hat, spart mit selbst gemachten Smoothies und Porridges erheblich.
Für alle, die morgens keine Energie für die Küche aufbringen, unterwegs sind oder gesund starten wollen, ohne darüber nachzudenken, ist Purora eine bequeme Lösung. Nicht mehr, nicht weniger.
Wem Purora wirklich hilft
- Berufstätigen mit wenig Morgenzeit, die trotzdem kein Fertigprodukt aus dem Supermarkt wollen
- Sportlern, die nach dem Training schnell etwas Nährstoffreiches wollen
- Menschen, die auf bessere Ernährung umsteigen wollen, aber noch keine Routine haben
- Familien, die für alle eine schnelle, gesunde Mahlzeit suchen
Wer hingegen gern selbst kocht, Geld sparen will oder lieber frische Zutaten verwendet, findet im Biomarkt die günstigere Variante.
Nein. Einige Protein Shakes enthalten Whey (Molke), sind also nicht vegan. Smoothies und Porridges sind in der Regel rein pflanzlich, aber prüf die einzelnen Produktseiten.
Alles wird in Raab, Oberösterreich handgefertigt und abgefüllt. Bio-zertifiziert, Made in Austria.
Die Genussgläser halten 12 Monate ungekühlt. Nach dem Anmischen solltest du die fertige Mahlzeit sofort trinken.
Ja. Ein normaler Standmixer oder ein Stabmixer funktioniert problemlos. Den Mixer brauchst du nur, wenn du die Temperatursteuerung auf exakt 42 °C nutzen willst.
Ein einzelnes Glas gibt es ab 4,99 Euro. Versand ist kostenlos ab 59 Euro. Wer erst mal schauen will, greift am besten zu einem oder zwei Einzelgläsern, bevor er in eine Kur für 150 bis 300 Euro investiert.
Ja, 14 Tage nach Erhalt. Die Rücksendekosten trägst du selbst. Rückerstattung erfolgt laut AGBs innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Retoure.
Die Kuren sind kalorienreduziert (ca. 800 bis 1.000 kcal/Tag) und auf Sättigung ausgelegt. Wenn du vorher mehr gegessen hast, wirst du ein Kaloriendefizit haben. Das Abnehmen kommt dann aus dem Defizit, nicht aus einem Sonderstoff. Die Zutaten sind hochwertig, aber kein Geheimtipp, den andere Bio-Produkte nicht auch bieten könnten