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Yacon: Was steckt wirklich hinter der Andenpflanze?

Yacon kennen die wenigsten auf Anhieb. Und trotzdem landet diese Knollenpflanze aus den südamerikanischen Anden immer öfter in Smoothies, auf Gesundheitsblogs und in Onlineshops. Was dahintersteckt, ob sich das Ganze lohnt und wo du Yacon überhaupt bekommst, erfährst du hier.

Was ist Yacon eigentlich?

Yacon (Smallanthus sonchifolius) ist eine Knollenpflanze, die ursprünglich aus den Anden stammt und dort seit Jahrhunderten angebaut wird. Die Knollen schmecken überraschend fruchtig-süß, irgendwo zwischen Birne und Wassermelone, und werden dort frisch gegessen oder weiterverarbeitet.

Was Yacon so besonders macht: Die Knolle besteht zu einem großen Teil aus Fructooligosacchariden (FOS), also präbiotischen Ballaststoffen, die dein Körper nicht einfach verdaut. Sie landen im Dickdarm und füttern dort die guten Darmbakterien wie Bifidobakterien und Laktobazillen. Klingt unspektakulär, macht aber einen echten Unterschied für deine Darmgesundheit.

Dazu kommt: Der Kaloriengehalt liegt bei rund 150 kcal pro 100 g und der glykämische Index irgendwo zwischen 10 und 30, also sehr niedrig. Das macht die Knolle zu einer interessanten Option für Menschen, die ihren Blutzucker im Blick behalten wollen oder unter Insulinresistenz leiden.

Was bringt Yacon dir konkret?

Kurz gesagt: Yacon ist kein Allheilmittel, aber eine sinnvolle Ergänzung, wenn du deiner Ernährung etwas Gutes tun möchtest.

Die FOS und das enthaltene Inulin sorgen dafür, dass deine Darmflora ins Gleichgewicht kommt. Wer regelmäßig mit Verdauungsproblemen oder Verstopfung zu kämpfen hat, kann hier echte Verbesserungen spüren. Gleichzeitig sättigen die Ballaststoffe gut und langanhaltend, was einfach hilft, wenn du nicht ständig Hunger haben möchtest.

Für Menschen mit Diabetes oder Prädiabetes ist die niedrige glykämische Last ein echter Pluspunkt. Der Blutzucker springt nach dem Verzehr kaum an, der Insulinspiegel bleibt stabil.

Daneben gibt es Hinweise auf antioxidative Eigenschaften, also einen gewissen Schutz für Leber und Immunsystem. Auch auf Cholesterin und Triglyceridspiegel soll Yacon einen positiven Einfluss haben. Das sind aber keine Garantien, sondern Hinweise aus Studien, die weiter erforscht werden.

Yacon im eigenen Garten anbauen

Das Schöne: Du musst Yacon nicht aus Südamerika importieren. Die Pflanze lässt sich problemlos in Deutschland im Garten oder Gewächshaus kultivieren und wird hier locker bis zu 2 Meter hoch.

Du pflanzt die Rhizome (Wurzelstöcke) am besten ab März oder April im Topf vor. Nach den Eisheiligen Mitte Mai kannst du sie ins Freiland setzen, mit etwa 40 bis 60 cm Abstand zwischen den Pflanzen. Der Standort sollte sonnig sein, der Boden tiefgründig aufgelockert, nährstoffreich und gut drainiert ohne Staunässe.

Gedüngt wird wenig, gegossen regelmäßig. Im Herbst, vor dem ersten Frost, erntest du die Knollen. Die Rhizome überwinterst du einfach kühl und frostfrei, zum Beispiel im Keller.

In Deutschland gut erhältlich sind die Sorten Morado und Bekya, zum Beispiel über Gartenshops wie Lubera, Gartenrot oder Topfruits, ab ungefähr 5 bis 10 Euro pro Pflanze.

Wo kann man Yacon kaufen?

Bei DM oder Rossmann wirst du leider nicht fündig. Weder als frische Knolle noch als Sirup oder Pulver führen diese Drogerien Yacon-Produkte im Sortiment.

Deine beste Option ist der Onlinekauf. Auf Amazon findest du Yaconsirup und Pulver in verschiedenen Preisklassen, ebenso auf Plattformen wie KoRo oder in spezialisierten Bio-Onlineshops. Ein guter Bio-Yaconsirup aus Peru kostet für 500 ml ungefähr 10 bis 15 Euro, was für die Menge und Qualität ein fairer Preis ist.

Wenn du Rhizome zum Selbstanbauen suchst, schau direkt bei den genannten Gartenshops. Achte dabei auf Bio-Qualität, das macht bei einem Lebensmittel, das du regelmäßig konsumierst, durchaus einen Unterschied.

Fazit: Yacon ist keine Modeerscheinung, die morgen wieder verschwindet. Wer seine Darmgesundheit verbessern, den Blutzucker stabilisieren oder einfach ein natürliches Süßungsmittel mit echtem Mehrwert nutzen möchte, ist hier an der richtigen Adresse.

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