Wer beim Frühstück auf selbst gemachte Nusscreme steht, kennt das Problem: Fertige Produkte aus dem Supermarkt enthalten fast immer Palmöl, Zucker oder andere Zutaten, die man eigentlich nicht braucht.
Eine eigene Nussbutter-Maschine löst das auf einen Schlag. Und genau hier kommt supernutural (heyqnut) ins Game, ein Berliner Food-Tech-Startup, das mit dem Nutbooster gerade für ordentlich Aufsehen sorgt.
Gegründet haben das Unternehmen Amelie und Timo Sperber aus München. Vor gut zehn Jahren kündigten die beiden ihre Jobs, nachdem sie in Kalifornien eine Erdnussmaschine sahen, die frische Nusscreme direkt am Tresen zubereitete.
Das hat sie nicht mehr losgelassen. Heute ist supernutural in über 40 Ländern aktiv, hat mehr als fünf Millionen Euro Umsatz erzielt und beliefert neben Hotels und Unternehmen auch internationale Spitzensportteams wie den FC Liverpool und mehrere Olympia-Teams. Der FC Bayern München bezeichnet den Nutbooster schlicht als „den perfekten Performance Snack“. Das Naturhotel Forsthofgut schwärmt von einem „Must Have für jedes Hotel-Frühstück“.
Das Funktionsprinzip ist dabei denkbar einfach: Vorgeröstete Nüsse in versiegelten Kartuschen werden in die Maschine eingelegt. Per Knopfdruck presst das patentierte Mahlwerk die Nüsse innerhalb von Sekunden zu frischer Nusscreme. Gepresst statt gemixt ist dabei der entscheidende Unterschied zu handelsüblichen Mixern oder Pürierstäben. Das schont die Zellstruktur der Nuss, erhält Nährstoffe besser und produziert eine Textur, die deutlich cremiger ausfällt. Keine Zusätze, kein Zucker, keine Emulgatoren. Nur Nuss.
Preise im Überblick
Für den Heimbereich gibt es aktuell den Nutbooster Mini für 279 Euro (UVP 399 Euro), inklusive drei 400-g-Kartuschen. Wer mehr Volumen braucht oder den Nutbooster gewerblich einsetzen möchte, greift zum Nutbooster Pro für 999 Euro (UVP 1.499 Euro), inklusive drei 800-g-Kartuschen. Beide Modelle sind Stand März 2026 als Vorbestellung verfügbar, die Auslieferung startet ab August 2026. Der Kauf läuft ausschließlich über die eigene Website supernutural.com, bei Amazon, Otto oder MediaMarkt gibt es den Nutbooster nicht.
Die Kartuschen selbst sind das eigentliche Herzstück des Konzepts. Alle Nüsse stammen aus Single-Origin-Kooperationen mit ausgewählten Bauern, werden schonend luftgeröstet und ohne Zusätze abgefüllt. Aktuell stehen folgende Sorten zur Wahl: Bio Erdnuss (400 g für 7,90 Euro, 800 g für 10,90 Euro), Bio Haselnuss (400 g für 14,90 Euro, 800 g für 24,90 Euro), Bio Mandel (400 g für 14,90 Euro, 800 g für 24,90 Euro), Haselnuss-Schokolade (400 g für 13,90 Euro, 800 g für 23,90 Euro), Bio Cashew-Kokosnuss (400 g für 13,90 Euro, 800 g für 22,90 Euro) sowie Pistazie-weiße Schokolade (400 g für 21,90 Euro, 800 g für 34,90 Euro). Das ist kein billiges Vergnügen, aber wer das System versteht, kauft weniger Gläser und weiß genau, was drin ist.
Wer kein Geld für den Nutbooster ausgeben möchte oder nicht bis August warten will, findet bei Amazon durchaus brauchbare Alternativen im klassischen Mühlen-Prinzip. Der wichtigste Unterschied: Diese Geräte arbeiten mit losen Nüssen, die du selbst einfüllst, statt mit fertigen Kartuschen. Das Ergebnis ist vergleichbar, der Komfort aber ein anderer.
Alternative kaufen
Wichtig vorab es sind kleine Maschninen für Heim kein Profis erwarte keine Grosse erwartungen bei solchen preisen solche profis geräten kosten über Tausende von Euros. abe für paar mal zushause als gebraucht ist das ganz ok.
Als günstigeren Einstieg für unter 70 Euro gibt es diese Erdnussbuttermaschine bei Amazon. Sie mahlt Erdnüsse, Mandeln, Cashews und Haselnüsse zu cremigem Mus, hat eine rutschfeste Silikonbasis, eine abnehmbare Mahlscheibe und ist damit halbwegs einfach zu reinigen. Die Leistung liegt bei 70 bis 120 Watt, was für gelegentlichen Heimgebrauch reicht. Wer häufiger und in größeren Mengen mahlen möchte, wird aber merken, dass der Motor bei längeren Mahlvorgängen an seine Grenzen stößt. Die Rezensionslage bei solchen No-Name-Geräten ist außerdem überschaubar, was realistisch einkalkuliert werden sollte.
Wer es professioneller und leistungsstärker möchte, schaut sich die kommerzielle 1100-Watt-Variante bei Amazon an. Dieses Modell verarbeitet zwischen 15 und 30 Kilogramm pro Stunde, hat einen Edelstahlauslass für bessere Hygiene, einen Mahlscheibendurchmesser von 100 Millimetern und bringt gut 22 Kilogramm auf die Waage. Mit knapp 476 Euro ist es kein Schnäppchen, dafür aber auf gewerblichen Einsatz ausgelegt. Sinnvoll für jemanden, der ein kleines Café betreibt, regelmäßig größere Mengen verarbeitet oder auf dem Markt verkauft.
Verglichen mit dem Nutbooster-System sind die Amazon-Geräte klassische Mahlwerke ohne Kartuschen. Das hat Vor- und Nachteile. Du kaufst deine Nüsse selbst, bist flexibler beim Röstgrad und zahlst weniger pro Gramm. Dafür dauert die Vorbereitung länger, die Reinigung ist aufwändiger und du hast nicht die Convenience des Plug-and-Play-Systems. Der Nutbooster ist eher ein Erlebnisgerät für Menschen, die Frische und Komfort über den Preis stellen. Die Amazon-Mühlen sind das richtige Werkzeug für alle, die pragmatisch an das Thema herangehen.
Für wen lohnt sich welches Gerät?
Wer einfach mal selbst Nussmus herstellen möchte, ohne große Investitionen, fährt mit der günstigen Amazon-Variante gut. Wer täglich größere Mengen für sich, Familie oder Gastronomie braucht, ist mit der kommerziellen Profi-Mühle besser bedient. Und wer das volle Erlebnis, also frisch gepresste Single-Origin-Nusscreme in Sekunden, mit minimalem Aufwand und maximalem Genuss möchte, wird beim Nutbooster von supernutural am glücklichsten sein. Das spiegelt sich auch im Feedback auf Instagram wider: Von „Absolutes Must Have“ bis „Ich durfte ihn testen und vermiss ihn sooo“ sind die Reaktionen auf den Launch des Nutbooster Mini eindeutig positiv.
Die Preise der Kartuschen sind pro Portion zwar höher als selbst eingekaufte Nüsse, aber das Kartuschen-System macht das abnehmen von Nuss durch Aufwand und Unklarheit überflüssig. Man weiß, was drin ist, und spart sich das ganze Drumherum. Wer einmal frisch gepresste Haselnusscreme probiert hat, will laut eigenem Erleben der Gründer und vieler Tester nicht mehr zurück zum Glas.
Insgesamt lässt sich sagen: Der Markt für Nussbutter-Maschinen hat gerade richtig Fahrt aufgenommen. Mit dem Nutbooster schiebt supernutural das Segment in eine neue Qualitätsstufe, während Amazon-Alternativen solide und günstig bleiben. Was du wählst, hängt davon ab, wie wichtig dir Komfort, Frische und der Ursprung deiner Zutaten wirklich sind.