BierBommel

(Die Höhle der Löwen) Bier Bommeln lassen mit BierBommel – wo kaufen?

Wer kennt das nicht: Man steht an der Bierstand-Schlange im Stadion, kämpft sich mit vier vollgefüllten Bechern durch ein Meer aus Fans, und irgendwo zwischen Reihe 12 und der Treppe landet die Hälfte davon auf dem Boden oder auf der Jacke des Nachbarn.

Heinz von Gersum aus Castrop-Rauxel hat genau diesen Moment zum Anlass genommen, um etwas zu erfinden, das er selbst zunächst nur für sich selbst in der Garage zusammengebaut hat.

Das Ergebnis: der Bierbommel – ein senkrechter, wiederverwendbarer Getränketräger, der bis zu sechs Becher aufnehmen kann und auf der Höhle der Löwen Staffel 19 am 23. Februar 2026 als Lösung für ein Problem präsentiert wurde, das Millionen von Stadionbesuchern kennen.

Die Idee kam direkt aus dem Fanblock des VfL Bochum. Heinz von Gersum, von Beruf Mediziner, beschreibt seinen Ansatz selbst so:

„Üblicherweise wird der Getränketransport im Stadion mit Pappträgern gemacht, die nach der Nutzung achtlos auf den Boden geworfen werden. Der Müll, der dadurch entsteht, lässt sich durch unsere Erfindung gut vermeiden.“

Das Prinzip ist simpel erklärt. Man öffnet den Bommel, hängt vier bis sechs Becher ein und trägt alles stabil mit einer Hand durch die Menge. Kein Balancieren, kein Kleckern, kein Pappträger, der nach einmaliger Nutzung im Abfall landet. Dazu kommt ein Detail, das man auf den ersten Blick nicht erwartet: Der Bierbommel kann als senkrechte Biertheke verwendet werden. Becher drin lassen, hinstellen, fertig. Das macht ihn nicht nur zum Transportmittel, sondern auch zum kleinen Eventhelfer.

Neben dem Stadioneinsatz nennt von Gersum weitere Einsatzbereiche: Musikfestivals, Public-Viewing-Veranstaltungen oder sogar als Werbefläche für Unternehmen. Letzteres öffnet einen zweiten Kanal abseits des Endkundengeschäfts.

Der Pitch bei Die Höhle der Löwen

Im Battle-Format der Show trat Heinz von Gersum gegen Lisa Hennrich mit ihrem Duftarmband LUBELL an. Beide hatten 60 Sekunden, um zu überzeugen. Während beim Bierbommel die Funktion sofort sichtbar war, ein paar Becher rein, anheben, schwenken, nichts kippt, war der Eindruck direkt da. Die Jury beobachtete genau.

Von Gersum suchte 60.000 Euro für 30 Prozent Unternehmensanteile, was einem Firmenwert von 140.000 Euro entspricht. Das Kapital sollte laut eigenen Angaben für Markteintritt und Unternehmensaufbau genutzt werden. Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen galten als mögliche Kandidaten für einen Deal.

Das Startup steht auf solidem rechtlichem Fundament: Die BIERBOMMEL GmbH wurde am 12. Dezember 2023 ins Handelsregister eingetragen, sitzt in Castrop-Rauxel, Rottkamp 68, und ist mit einem Stammkapital von 25.000 Euro eingetragen. Geschäftsführer ist Heinz von Gersum, der das Unternehmen allein vertritt.

Nachhaltigkeit als Kern der Idee

Was den Bierbommel von einem simplen Gadget unterscheidet, ist der Nachhaltigkeitsgedanke dahinter. Pappträger im Stadion sind Einwegprodukte, die nach einem Einsatz im Müll landen. Bei einer Bundesliga-Partie mit 50.000 Zuschauern summiert sich das schnell. Der Bierbommel ist auf Wiederverwendbarkeit ausgelegt, funktioniert laut Erfinder besonders gut in Kombination mit den Mehrwegbechern, die viele Stadien inzwischen verpflichtend einsetzen.

Damit trifft das Konzept einen Nerv, der in der Eventbranche gerade stark diskutiert wird. Viele Veranstalter suchen nach Möglichkeiten, Einwegmüll zu reduzieren und gleichzeitig Abläufe an Ausschankstellen zu beschleunigen. Ein stabiler, tragbarer und mehrfach nutzbarer Träger löst beides auf einmal.

Crowdfunding parallel zur TV-Show

Parallel zum DHDL-Pitch läuft ein Crowdfunding-Kampagne auf Startnext. Das Finanzierungsziel liegt bei 60.000 Euro, der Zeitraum erstreckt sich vom 22. Februar bis zum 22. April 2026. Wer das Projekt direkt unterstützen möchte, kann dort einsteigen – ein einzelner Bierbommel ist ab 20 Euro als Dankeschön verfügbar.

Das ist ein cleverer Zug: Die TV-Aufmerksamkeit und die Crowdfunding-Kampagne laufen gleichzeitig, was die Reichweite beider Kanäle gegenseitig verstärkt. Wer die Sendung sieht und überzeugt ist, hat direkt einen Weg, das Projekt zu unterstützen, ohne auf einen Amazon-Launch warten zu müssen.

Wer den Bierbommel auf Instagram verfolgen möchte, findet das Startup unter @bierbommel.

Für wen ist der Bierbommel gedacht?

Die Zielgruppen sind klar umrissen:

Privatpersonen die regelmäßig ins Stadion gehen und genug davon haben, mit vollem Pappträger zu jonglieren, sind die offensichtlichste Gruppe. Aber auch Festivalbesucher, die mehrere Runden für die Gruppe holen, profitieren von einem stabilen Trägersystem.

Im B2B-Bereich wird es besonders interessant. Stadion-Gastronomie, Catering-Unternehmen auf Festivals oder Eventveranstalter, die eigene Branding-Flächen suchen, könnten den Bierbommel als Werbemittel oder Betriebsmittel einsetzen. Je mehr Einheiten abgenommen werden, desto günstiger wird es pro Stück, was das Konzept für größere Abnehmer attraktiv macht.

Einordnung im DHDL-Umfeld

In der Welt der Höhle der Löwen-Startups reiht sich der Bierbommel in eine Kategorie ein, die regelmäßig gut ankommt: physische Alltagshelfer mit klar erkennbarem Nutzen. Kein Abo, keine App, kein kompliziertes Setup. Man sieht sofort, wofür das Teil gut ist.

Der Unterschied zu vielen anderen Gadgets liegt im Marktpotenzial. Stadionbier gehört zu den wirtschaftlich stärksten Einnahmequellen im Spieltagsgeschäft. Branchenanalysen zeigen, dass Getränkeumsätze bei Großveranstaltungen einen erheblichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen können. Wer dort die Logistik vereinfacht, hat einen echten Hebel.

Wer nicht auf den Bierbommel warten möchte, findet auf Amazon bereits jetzt ähnliche Getränketräger, die das gleiche Problem lösen. Der CarryAround faltbare Becherhalter ist ein Bestseller aus britischer Produktion, klappt auf bis zu vier Positionen auf und passt zusammengefaltet locker in die Hosentasche. Ab 11,99 Euro gibt es ihn in verschiedenen Farben, auch als 2er- oder 3er-Set. Wer lieber ein Made-in-Germany-Modell möchte, schaut sich den SIXIP Stadion Edition Becherträger an, der Löcher mit 8,2 cm Durchmesser hat und damit auch für die größeren Mehrwegbecher vieler Stadien passt, für 19,99 Euro. Eine weitere kompakte Variante mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis ist dieser faltbare Getränkehalter, ebenfalls für Festivals, Konzerte und den Stadionbesuch ausgelegt.

Wie viele Becher fasst der Bierbommel?

Je nach Variante lassen sich vier bis sechs Becher gleichzeitig eingehängen. Damit reicht er für eine kleine Gruppe, ohne mehrere Gänge drehen zu müssen.

Ist der Bierbommel auch für Plastik-Mehrwegbecher geeignet?

Ja, das ist sogar das eigentliche Einsatzszenario. In Stadien mit Pfandbechersystem macht der Bierbommel besonders viel Sinn, weil beide Konzepte auf Wiederverwendung setzen.

Wo kann man den Bierbommel unterstützen oder vorbestellen?

Direkt über die Startnext-Kampagne bis Ende April 2026. Dort ist das Projekt aktiv und akzeptiert Unterstützungen ab 20 Euro.

Hat der Bierbommel beim DHDL-Battle einen Deal bekommen?

Das hängt vom Ausgang der Sendung ab, die am 23. Februar 2026 ausgestrahlt wurde. Aktuelle Infos gibt es auf dem Instagram-Kanal des Startups.

Kann man den Bierbommel auch als Werbeartikel bestellen?

Das ist laut Gründer geplant. Der Bierbommel soll als Werbefläche für Firmen einsetzbar sein, was ihn für Sponsoren, Brauereien oder Veranstalter interessant macht.

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